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Ausbildungszentrum Galgenholz Frauenfeld

Der projektierte, 2-geschossige Erweiterungsneubau ergänzt das Ausbildungszentrum Galgenholz im „Innenraum“ zwischen dem Werkstatt und Unterrichtgebäude im Westen des Areals. Den topografischen Verhältnissen folgend, fügt sich der Neubau selbstverständlich in den gewachsenen Kontext ein und findet die direkten Beziehungen zu den bestehenden Baukörpern. Als Splittlevel konzipiert öffnet sich das projektierte Bauvolumen über den Speisesaal zum Ankunftspunkt der Besucher (Besucherparkplatz). Das Ausbildungszentrum Galgenholz erhält ein neues Gesicht, lädt den Besucher ein und zeigt sich trotz beachtlicher Dimension in erfrischender Leichtigkeit. Als Holzelementbau konzipiert, beherbergt der Erweiterungsneubau unterschiedlichste Nutzungen. Die Architektursprache vereint Funktionalität, Massstäblichkeit und Konstruktion. Das äussere Kleid, eine offene vertikale Holzleistenfassade in geschossweise unterschiedlicher Ausgestaltung, verspricht natürlichen, ehrlichen Umgang mit dem Werkstoff Holz, verdeutlicht die gewählte Konstruktionsart und zeigt sich je nach Blickwinkel in differenziertem Farbenkleid. Warmbraune Holzleisten mit einem Querschnitt bxt von 30x50mm zeigen im Obergeschoss das doppelte Sprungmass des Erdgeschosses. Die offene Fassadenverkleidung wird mit einem warmroten Windpapier hinterlegt. Das Spiel mit dem Sprungmass verleiht dem Baukörper Standhaftigkeit und Leichtigkeit zugleich. Der Blickwinkel lässt die Farben spielen. Ein kleines Chamäleon das sich in zeitloser Architektursprache eigenständig zeigt und das schlichte Farbkonzept der bestehenden Anlage gekonnt ergänzt. Herzstück des vorliegenden Projektes bildet nebst dem Mehrzwecksaal im Obergeschoss der zentrale Speisesaal mit seinem Aussenraum. Nach wenigen Metern begegnet dem Besucher der lichtdurchflutete Speisesaal der in schlichter Formensprache den neuen Auftakt des Ausbildungszentrums Galgenholz definiert.